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Theateraufführung - Die kleine Hexe

Presseartikel von Robert Emsden aus der Mainpost vom 17. Juli 2015

„Zauberhaftes Schultheater   
Karlstadter Realschüler begeistern mit 

Plakat - Die kleine HexeDie kleine Hexe

Karlstadt Als Schlusspunkt einer ganzen Reihe ansprechender Schultheaterproduktionen im Theater in der Gerbergasse brachte das ca. zwanzigköpfige „Juniorenensemble“ der Realschule Karlstadt unter der Leitung von Marcus Waitz eine mitreißende Inszenierung des beliebten Kinderstückes „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler auf die Bühne.

Auch hier konnten sich die beherzt aufspielenden jungen Talente – mehrheitlich aus der 5. bis 7. Klasse – über ein volles Haus und über reichlich Applaus freuen. Bereichert wurde die mitreißende Inszenierung durch den Einsatz wohldurchdachter audio-visueller Effekte. Ansprechende Hintergrundprojektionen dienten zur Veranschaulichung des jeweiligen Spielortes. Eindrucksvoll auch die punktgenauen Einspielungen von Blitz und Donner. Und immer wieder zum Schießen war auch das  Abfliegen der Hexen auf ihren Besen – akustisch untermalt mit dem Geräusch einer Höllenmaschine im Easy-Rider-Stil.

Da war also von Beginn an auch das dankbare Publikum rundum verzaubert. Als unschlagbares Gespann mit hohem Unterhaltungswert erwiesen sich Chiara Herr als weiser „großer Rabe“ und Bruno Stöhr als quirlig gackernder „kleiner Rabe“ , in der Rolle des Raben Abraxas – ein Freund der kleinen Hexe, der aber nicht davor zurückschreckt, ihr all ihre Fehler  schonungslos auf die Nase zu binden.

Anlass hierzu haben sie gleich zu Beginn der Geschichte, als die eifrig paukende kleine Hexe – engagiert dargestellt von Helena Diel – durch Nachlässigkeiten bei ihren Zaubersprüchen statt Regen versehentlich Wäscheklammern und  bunte Mäuse herbeipfuscht. Als Gegenspielerin zur kleinen Hexe sorgt die gehässige Wetterhexe Rumpumpel – überzeugend dargeboten von Lorena Brendolise – in jeder Hinsicht für schlechtes Wetter. Sie ist es, die die kleine Hexe bei ihrem unerlaubten Auftritt in der ersten Walpurgisnacht entdeckt, bei der Oberhexe verpetzt und die sie während ihres Bewährungsjahres beschattet, um sie am Ende wegen ihrer zahlreichen guten Taten vor dem Hexenrat zu diffamieren. Während Rumpumpel die Ansicht vertritt „Nur eine böse Hexe ist eine gute Hexe!“ will die kleine Hexe all ihre Hexenkraft zum Wohle der Menschen einsetzen. Den herzlosen und brummeligen Revierförster (Niklas Schad), der den verzweifelten Holzweibern (Jenna Halfmann, Isabel Urlaub und Sophia Schätzlein) nicht einmal ein  Ästchen als Brennholz gönnt, wandelt die kleine Hexe kurzerhand in einen herzensguten und zuvorkommenden Kavalier. Bald darauf erlöst sie auch die Maronifrau (Emely Seufert) auf dem Marktplatz von ihrem chronischen Niesen. Und dann wäre auch noch das traurige Blumenmädchen (Dora Haase), die versucht, durch den Verkauf von duftlosen Papierblumen ihre bettelarme Familie vor dem Verhungern zu retten. Nachdem die kleine Hexe ihre Blumen mit unwiderstehlichem Duft belegt hat, finden die Papierblumen reißenden Absatz. Als nach einem Jahr guter Taten die eigenwillige und revolutionäre Hexenphilosophie der kleinen Hexe beim Hexenrat (Cheyenne Gebel, Lina Maisel, Kim Vollmuth, Franka Knopel, Maja Hereth, Sophia Schätzlein) und bei der Oberhexe (Emma Endres) bekannt werden, will man ihr an den Kragen. Doch die kleine Hexe hat in Sachen Zauberei ordentlich dazu gelernt, kann dem gilfenden und dumpfgeistigen Hexenmob ihre Besen und Hexenbücher abluchsen und verbrennen und sich somit durchsetzen.

Foto der Aufführung 01 Foto der Aufführung 02

Foto der Aufführung 03

Und wieder mal hat das Gute über dem Bösen gesiegt – neben den beachtlichen schauspielerischen Leistungen - ein weiterer Grund, weshalb das dankbare und begeisterte Publikum am Ende lautstark applaudierte.


Vor allem als Darsteller in den Marktplatzszenen waren ferner aktiv:
Johannes Diel, Julius Schmidt, Korbinian Müller, Christoph Birnbaum und Juraj Halfmann.

Technik:
Lion Amersbach

Foto der Aufführung 04

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